Home, sweet home
Hallo ihr Afrikareisenden...Es wird Zeit euch mit unserem neuen zuhause bekannt zu machen…
Während unserer Zeit als Lehrer wohnen wir in diesem hübschen Guesthouse in Mae Sot mit dem Namen „Homestay“.
Im Gegensatz zu anderen Guesthouses in Mae Sot liegt unseres mitten in einer Häuseransammlung von thailändischen Nachbarn und so geniessen wir hier alles, was eine asiatische Nachbarschaft so mit sich bringt.
Wären da zum Beispiel die beispiellose Geräuschkulisse der verwirrten Hähne (wir lieben sie wirklich am ehesten im grünen Curry…), die herzzerreissenden Schreie der mondsüchtigen Hunde, der angenehme Tonfall unserer mitteilungsbedürftigen Jüngst-Nachbarn bis zu den geisterhaften nächtlichen Wanderungen von irgendwelchen Lebewesen in und um unser Haus herum…
Aber wir lieben unser zuhause und unser einzigster Mitbewohner menschlicher Herkunft macht uns den grosszügigen Platz im Guesthouse nur noch ein paar Tage strittig, bevor er sich der Heimreise annimmt und wir uns gespannt auf kommende Mitbewohner freuen.
In unserem Garten wachsen Bananen und wenn wir schneller sind als unsere freundlichen Nachbarn, werden wir auch die Früchte der Bäume ernten und uns dann sozusagen von unserem Heim ernähren.. (an dieser Stelle sei gesagt, dass wir doch schon einige Stunden ohne allerfeinste Thai-Köstlichkeiten ausgekommen sind und der Hunger sich meldet…)
Man kann sich übrigens aus unserem Haus auch wunderbar ausschliessen und muss dann in einer billigen Absteige in der Stadt vorlieb nehmen (es soll ungeschickte Bewohner des Guesthouse gegeben haben, denen so was passiert sein soll…).
Wenn man aber Herr / Frau der Wohnlage bleibt, kann man sich wohlig unter das tolle Moskitonetz legen und den Angriffen der blutsaugenden Mitbewohner trotzen… (Alex durfte sich auf das von mir fachmännisch => darum heisst es ja auch fach-Männisch… hergerichtete Bett mit Vampirschutz stellen und posieren…)

... rechts schlafe ich... man kann dies auch an der dort herrschenden Bettordnung erkennen...
Wir führen übrigens in unserem Heim auch fleissige Hausangestellte die uns die Klamotten waschen während wir uns gemütlich den schönen Dingen widmen. Auf dem nächsten Bild ist ein billiger Putzer zu sehen, der quasi im Akkord unsere Kleider in Höchstform bringen kann und dabei sogar noch ein freundliches lächeln bereitstellen kann. Es ist wirklich unsere Perle der Hausarbeit… (und ich bin dir soooo dankbar Alex, dass Kommentare von Lesern dieses Internetauftrittes nicht möglich sind…)
Nebenbei: Schaut euch mal die elegante Technik der Handwäsche an: kräftiges liebevolles Textil-Schruppen unter Einbezug verschiedenfarbigster Eimer ohne auch nur einen Tropfen des wertvollen Nass zu vergeuden… einfach bezaubernd, nicht?Da wir dann und wann auch mal einen Ausflug, einen Einkauf oder einen Besuch in der Stadt vornehmen müssen sind wir natürlich auch mobil.

... mobil ist eigentlich nicht angebracht genug... nennen wir es doch eher "galaktisch elegant über die Beläge des Erdbodens gleitend..."
Die Thailänder haben übrigens ausserordentlich unpraktische Kopfformen und so kann es denn nicht verwundern, dass meine Standard-Kopfgrösse nur ohne Helmpolster im hübschen Helmchen Platz findet oder aber mit Helmpolster das Outfit eher an einen englischen Bobby erinnert… Im Einkaufskörbchen an unserem extrem rassigen Reisemobil findet ihr aber den absoluten Passform-Helm, den ich über alles liebe…
Alles in allem haben wir mit unserem zuhause sehr viel Glück gehabt und fühlen uns hier richtig wohl. Home sweet home…

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