Sonntag, April 30, 2006

La preuve - we did it!

Liebe Alex, lieber Rolf


Seid ihr sicher, dass ihr die oeffentlichen Verkehrsmittel unserem Buessli vorziehen wuerdet? Wir waren schon fast soweit, dass wir zwei Fahrraeder gekauft haetten. Na ja, zumindest halbwegs...


In Nigeria hat es uns unser Mitsubishi das erste Mal im Stich gelassen und die weiteren Pannen folgten auf dem Fusse. In Bauchi - Nigeria strandeten wir fuer eine Woche in einem Studentencamp. So haben wir auch einmal erlebt wie es ist Ausgangssperre aufgezwungen zu bekommen. Denn ausgerechnet dort hatten sie Unruhen auf Grund der daenischen Karrikatur von Mohammed, und unser Buessli musste natuerlich genau dort stehen bleiben! Unsere neuen nigerianischen Freunde wollten uns nach unserem schweizerischen Abschiedsessen, musikalisch begleitet von Floeru Ast, kaum mehr gehen lassen.


In Kamerun, nach diversen kleineren Pannen, kam dann der endgueltige Knock-out unseres Motors. So schnell haben wir und die Kamerunder jedoch nicht aufgegeben. Aber auch diese brachten unser Buessli nur provisorisch zu laufen. Aus ihrer Sicht haben sie gute Arbeit geleistet - faehrt ja! Wir haben uns nach schlaflosen Naechten doch entschieden einen neuen - alten Motor zu kaufen. Nach anfaenglichen Schwierigkeiten und André's tapferen Arbeitseinsaetzen laeuft er wie ein "Oergeli" und bringt uns hoffentlich pannenlos nach Suedafrika.


Fuer die technisch Interessierten unsere Reparaturliste:
- Kleiner Zahnriemen der Ausgleichswellen gerissen
- Kipphebelwelle und Lagerschale der Nockenwelle gebrochen
- Oelwanne undicht
- Ein Ventil gebrochen, dadurch einer der Kolben und der Zylinderkopf kaputt
... und beim neuen Motor bereits:
- Turbo fuktionstuechtig eingestellt
- Zylinderkopfdichtung gewechselt
- Vorderradbremse deblockiert


Habt ihr schon einmal einen 4000er bestiegen? We dit it! Gott sei Dank weiss man im Vornherein noch nicht was einen erwartet. Der Mount Cameroun war ein harter Brocken, im wahrsten Sinne des Wortes. Nachwievor ist der Vulkan aktiv und der letzte Ausbruch datiert aus dem Jahre 2000. Die Besteigung und auch die Sicht vom Gipfel waren einmalige Erlebnisse. Doch auf den 4039 m haben wir uns nur kurz aufgehalten, denn es war bitterkalt und windig. Schliesslich sind wir uns nicht mehr an Minustemperaturen gewohnt...


Hier in Kamerun haben uns Tanja und Kusi besucht und wir haben uns zusammen auf die Pirsch gemacht. Nebst unserer Mt. Cameroun Besteigung waren die Safaris unsere Highlights. Giraffen, Wasserboecke, viele Vogelarten, Flusspferde, Antilopen, Wildsauen und vieles mehr haben wir entdeckt. Die Affen und die Elefanten haben uns jedoch am meisten fasziniert. Unsere Pirogensafari auf der Suche nach der Elefantenherde hat mit afrikanischer Ruderkunst und Schiffbruch geendet. Der Ausflug war wunderschoen, die Elefanten haben wir gefunden und als Souvenir haben wir tolle Fotos, tropfnasse Schuhe und Hosen mitbekommen. Ihr duerft euch also auf ein paaaaaaaar Dickhaeuter Fotos freuen!


Wir wuenschen euch noch einen unvergesslichen Tauchaufenthalt und freuen uns schon heute auf eure Tiefseebilder.

Herzliche Gruesse
Claudia und André